
Mit der Stiftung Swiss Aids Care International wollen wir in den ärmsten Ländern der Welt Menschen mit HIV und Aids helfen. In ambulanten Kliniken werden wir eine umfassende medizinische Versorgung und Betreuung anbieten, welche den lokalen Verhältnissen und Gepflogenheiten angepasst ist.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zuerst einheimische Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger ausbilden, damit sie Menschen mit HIV und Aids behandeln können. Weitere Kernpunkte der Ausbildung sind Präventionsmassnahmen und psychosoziale Beratung.
Im Gegensatz zur Schweiz, wo die meisten Menschen wissen, wie HIV übertragen wird, sind diese Kenntnisse in vielen Entwicklungsländern ungenügend. Deshalb muss alles daran gesetzt werden, die Bevölkerung und insbesondere HIV positive Menschen über die Übertragungswege aufzuklären. Besonders am Herzen liegt uns, die Mutter-Kind-Übertragung zu verhindern, was mit geringem Aufwand möglich ist.
Wie bei keiner anderen Krankheit spielt bei der Behandlung der HIV Infektion die sogenannte Therapietreue eine zentrale Rolle, das heisst, die Medikamente müssen regelmässig eingenommen werden. Dazu braucht es eine überdurchschnittliche Motivation der PatientInnen, die nur durch eine fundierte Ausbildung des Pflegepersonals gewährleistet werden kann.
Obwohl die Medikamentenkosten bereits massiv gesunken sind, können sich die wenigsten Betroffenen in diesen Ländern eine Therapie leisten. Krankenkassen nach unserem Verständnis gibt es kaum. Ohne wirksame Therapie werden im südlichen Afrika in den nächsten Jahren über 30 Millionen Menschen an Aids sterben. Einzige Hoffnung für diese Menschen ist die Unterstützung aus dem Ausland. Dafür wurde die Stiftung Swiss Aids Care International geschaffen.
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Ruedi Lüthy